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F*ckbeziehung

Als Mann musst du immer den ersten Schritt tun. Doch wehe, du gestehst ihr deine Liebe. Dann bleibt die Matratze trocken. Stattdessen packst du dir die Dame mit fester Entschlossenheit, küsst sie und sie wird sich fügen. Ganz nützlich ist dabei, weder hässlich zu sein noch zu stinken. Aber wenn du das nicht in den Griff bekommst, dann möchtest du wohl lieber alleine sein.

Wiederholt sich dies mehrfach mit der selben Dame, so wird sie eines Tages mit der Frage kommen: "Sag mal, was ist das jetzt eigentlich zwischen uns?" Sie hat Angst, sich zu binden. Sie möchte ein Versprechen hören. Sag die Wahrheit. Bist du verliebt in sie, dann geh auf's Ganze. Wenn sie ablehnt, kannst du dich immerhin ob der Gewissheit erfreuen. Denk daran: Es ist es sehr unwahrscheinlich, dass bloßes Verliebtsein erwidert wird.

Bist du nicht verliebt in sie, dann ist es um ein Erhebliches leichter. Der Terminus "Fickbeziehung" ist in diesem Dialog eher deplatziert, selbst wenn ihr nackt beieinander liegt. Deshalb sollte er nicht wörtlich fallen. Der Unterschied zwischen ihr und einer echten Beziehung - und den können nur erwachsene Menschen spüren - ist, dass eine wesentliche Komponente bei der materiellen Beziehung entfällt: Das Versprechen. Dies ist der zentrale, übergeordnete Bestandteil der echten Liebesbeziehung. Kann einer der Partner es nicht formulieren, so ist die Bindung nicht ernstzunehmen.

Nichtsdestotrotz kann die lose Beziehung für Entspannung und Erregung sorgen. Der Intime Moment bietet Zuflucht aus dem gewöhnlichen Gefüge. Ein großer, schwarzer Vorhang verhüllt die Welt um das Bett herum und lässt sie verschwinden. Diese Zweisamkeit erinnert wie kein anderes Erlebnis daran, was unser zärtlicher Kern ist. Verzichten wir auf dieses Erlebnis, so verschwimmt die Erinnerung und wir werden notgeil, gierig und voreilig, was verlieben und hassen angeht. Man vergisst, wie es sich anfühlt, wenn man sich einfach fallen lässt und sich der Lust hingibt - und dieses Gefühl teilt.

1 Kommentar 7.2.09 15:48, kommentieren

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Termine

Die Ordnung der Welt - angefangen bei den kleinsten Terminen - basiert auf der Entschlusskraft willensstarker Einzelner. Warum sollst nicht auch du ein solcher sein? Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Geh hin und sag: Das wird jetzt gemacht! Du wirst erstaunt sein, auf wieviel Anklang du stößt, sowie du deine Mitmenschen mit einem klar gefassten Ziel konfrontierst.

Unfassbar viele der Leute da draußen irren umher und suchen nach der ultimativen Unterhaltung. Wer hat die meisten Klicks? Wer ist die Nummer eins? Der engste Kontext ist der Blickkontakt. Nichts ist leichter, als Aufmerksamkeit zu erheischen. Die Leute sind immer verunsichert, sobald etwas geschieht. Wieso sollst nicht du das Geschehen sein? Verunsichere und vermittle deine eigene Botschaft.

Ordnung ist Langeweile. Brich dort heraus, wo niemand nach Teamarbeit fragt und sei duselbst. Die Nettigkeit ist doch nur der kleinste gemeinsame Nenner der Gesellschaft, der die Menschen davor bewahrt, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Sei unwirsch und sprich es frei heraus: "Sie haben den ganzen Einkaufswagen voll und ich nur eine Tüte Chips. Lassen Sie mich vor!" Das war der erste Schritt. Morgen kommt der nächste große Sprung und schon bald wirst du sagen: "Chef, ich halte Sie für unfähig und sollte Sie schleunigst ersetzen." Er wird es begrüßen. Denn du kommst pünktlich!

1 Kommentar 7.2.09 04:17, kommentieren

Todesstrafe

Wenn der Tod in der Rechtsprechung die ganze Zeit präsent ist, wie kann der Bürger dann darauf verzichten, ihn zum Mittel der eigenen Rechtschaffenheit zu machen?

Wir sind geboren in ein Rechtssystem. Bis wir uns dessen bewusst werden, sind wir schon längst erwachsen. Bis wir daraus Konsequenzen  ziehen, vergehen weitere, schwierige Jahre. Die meisten von uns tun dies nicht einmal und verharren darin; ordnen sich gar ein.

Zu welchem Preis: An Stelle der Selbstbekenntnis haben sie sich stoisch angepasst; eingefügt in das große, unüberschaubare Establishment. Mein kleiner Pseudo-Widerstand ist der Blog, in dem ich sagen kann, was ich denke. Wen bewegt es? Who cares? 

Ich bin dabei. Und zwar ganz vorne. Das sagt mir mein großes Ego.

 All Hail!

1 Kommentar 7.2.09 03:51, kommentieren